Immo­bilien
Ar­ti­kel • 2021-08-12

Mi­kro­scoring Ber­lin

Ber­lin Eu­ro­pa­ci­ty: La­ge­qua­li­tät im Wan­del

Mit­ten in Ber­lin ent­steht mit der Eu­ro­pa­ci­ty ein neu­es Quar­tier. Das Be­son­de­re ist die Nähe zum Haupt­bahn­hof, der im­mer en­ger mit der Stadt zu­sam­men­wächst. Das Wealth­cap Scoring für Büro­immobilien zeigt, wie sich dies auf die La­ge­qua­li­tät aus­wirkt. Kli­cken und se­hen Sie selbst!

Le­se­zeit: 4 Mi­nu­ten
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Wie ein Ufo lan­de­te vor 15 Jah­ren der neue Ber­li­ner Haupt­bahn­hof – zwar mit­ten in Ber­lin, doch da­mals noch um­ge­ben von Brach­land und Groß­bau­stel­len, weit­ab von den ge­wach­se­nen Zen­tren wie Zoo und Alex. Die­ses Bild hat sich ge­wan­delt. Wäh­rend am süd­li­chen Aus­gang Spree und Re­gie­rungs­vier­tel lie­gen, ent­steht im Nor­den mit der Eu­ro­pa­ci­ty ein neu­es Quar­tier zum Woh­nen und Ar­bei­ten. Zu­dem ist der Haupt­bahn­hof selbst ein gro­ßer Ma­gnet, der auf sei­ne Nach­bar­schaft aus­strahlt.

Ber­lin ist nicht nur Haupt­stadt, son­dern mit rund 3,7 Mil­lio­nen Ein­woh­nern auch die mit Ab­stand größ­te Stadt Deutsch­lands. An­ders als an­de­re eu­ro­päi­sche Haupt­städ­te muss sich Ber­lin je­doch den Ti­tel als wirt­schaft­li­ches Zen­trum mit an­de­ren Städ­ten tei­len. Doch die Spree­me­tro­po­le hat in den ver­gan­ge­nen zehn Jah­ren eine be­mer­kens­wer­te Auf­hol­jagd ge­gen­über den an­de­ren deut­schen Me­tro­po­len er­lebt.

Die Kul­tur- und Hoch­schul­dich­te wirkt als Ma­gnet vor al­lem für jün­ge­re Zu­züg­ler, gleich­zei­tig ent­wi­ckel­te sich Ber­lin zu ei­nem führen­den IT- und Start­up-Hub in Eu­ro­pa. Die Fol­ge: Büro- und Woh­nungs­mie­ten sind stark ge­stie­gen. Die Büro-Spit­zen­mie­ten ha­ben sich zwi­schen 2009 und 2020 auf rund 39 Euro je Qua­drat­me­ter fast ver­dop­pelt. Die Leer­stän­de am Bü­ro­markt la­gen zu­letzt bei un­ter drei Pro­zent.

Mar­cus Bu­der, Be­reichs­lei­ter Gewerb­liche Im­mo­bi­li­en­fi­nan­zie­rung bei der Ber­li­ner Spar­kas­se, er­gänzt: „Min­des­tens ge­nau­so stark wirkt der hohe An­teil an Be­schäf­tig­ten im öf­fent­li­chen Dienst und im wei­tes­ten Sin­ne an von der Bun­des­re­gie­rung ab­hän­gi­gen Be­ru­fen auf die ver­füg­ba­ren Flächen der Haupt­stadt. Das wirk­te sta­bi­li­sie­rend auf den Ar­beits- und so­mit auch auf den Bü­ro­markt.“

Ber­lin hat nicht ein Zen­trum, son­dern meh­re­re

Es gibt noch eine wei­te­re, eben­falls his­to­risch be­ding­te Be­son­der­heit Ber­lins: „Kei­ne an­de­re deut­sche Stadt ver­fügt über eine der­art gro­ße Viel­falt an Büro-Teil­märk­ten, die sich zu­dem sehr dy­na­misch ent­wi­ckeln“, sagt Mar­cus Bu­der. Auch in an­de­ren Städ­ten gibt es zwar un­ter­schied­li­che Bü­ro­mi­kro­la­gen, aber eine Zen­trums­la­ge ist im­mer klar er­kenn­bar. „Ber­lin hin­ge­gen hat meh­re­re, teils sehr un­ter­schied­lich struk­tu­rier­te Zen­trums­la­gen wie die City-West, die his­to­ri­sche Mit­te, das Re­gie­rungs­vier­tel, den Pots­da­mer Platz oder den Alex­an­der­platz“, so Bu­der.

Für In­ves­to­ren in Büro­immobilien hat dies die Her­aus­for­de­rung zur Fol­ge, dass es nicht ge­nügt, Ber­lin als Ma­kro­stand­ort zu ana­ly­sie­ren – und gleich­zei­tig den Vor­teil, dass man dort auch in­ner­halb der Stadt­gren­zen di­ver­si­fi­zie­ren be­zie­hungs­wei­se Bü­ro­la­gen iden­ti­fi­zie­ren kann, die ide­al zur ei­ge­nen Investment­strategie pas­sen.

Pas­sen­de Bü­ro­la­gen ein­fach iden­ti­fi­zie­ren

Die Wealth­cap Future Of­fice Score­card lie­fert für die 18 be­deu­tends­ten Mi­kro­la­gen in Ber­lin ein aus­ta­rier­tes Mi­kro­la­gen-Scoring. Es ba­siert auf den Kri­te­ri­en Spit­zen­mie­te, Flä­chen­um­satz, be­leg­te Fläche und Ent­wick­lungs­pipe­line sowie ÖPNV-An­bin­dung und Nah­ver­sor­gungs­an­ge­bot. Als Be­son­der­heit be­trach­tet es bei den quan­ti­ta­ti­ven Kri­te­ri­en nicht al­lein ab­so­lu­te Zah­len und Ent­wick­lungs­dy­na­mik, son­dern auch die Vo­la­ti­li­tät die­ser Fak­to­ren. Die in­ter­ak­ti­ve Kar­te zeigt die Score­cards für alle wich­ti­gen Mi­kro­la­gen Ber­lins. Kli­cken Sie auf die Bü­ro­la­gen, um die Score­cards zu se­hen:

Pra­xis­bei­spiel: Ein ge­misch­tes Quar­tier mit­ten in Ber­lin

Die Eu­ro­pa­ci­ty bei­spiels­wei­se ist der jüngs­te, aber kräf­tig wach­sen­de Teil­markt in Ber­lin: Am Ost­rand von Moa­bit im Be­zirk Mit­te, zum Teil auf dem Ge­län­de frü­he­rer Gleis­an­la­gen des Lehr­ter Bahn­hofs, ent­steht auf ei­ner Fläche von 61 Hekt­ar ein Quar­tier mit 3.000 Woh­nun­gen sowie Bü­ro­flä­chen für bis zu 16.500 Be­schäf­tig­te. Die Quar­tiers­ent­wick­ler ha­ben Wert dar­auf ge­legt, ein ge­misch­tes Quar­tier aus Woh­nun­gen, Bü­ros, Ein­zel­han­del, Ho­tels und so­zia­len Ein­rich­tun­gen zu schaf­fen, kein abends aus­ge­stor­be­nes rei­nes Bü­ro­quar­tier.

Das Be­son­de­re an die­ser Lage ist die teils fuß­läu­fi­ge Nähe zum Ber­li­ner Haupt­bahn­hof. Dort herrscht Be­trieb­sam­keit rund um die Uhr. Seit der Fer­tig­stel­lung des Lü­cken­schlus­ses der U5 ist der Haupt­bahn­hof an das S-Bahn-, das Stra­ßen­bahn- und nun auch an das U-Bahn­netz an­ge­schlos­sen. Auch Pend­ler aus dem wei­te­ren Ber­li­ner Um­land kön­nen das Quar­tier ide­al er­rei­chen. Und nicht nur das: Der Haupt­bahn­hof bie­tet Ein­kaufs- und Gas­tro­no­mie­an­ge­bo­te für die Mit­tags­pau­se oder den kur­zen Ein­kauf nach Fei­er­abend.

„Die Eu­ro­pa­ci­ty pro­fi­tiert von ihrer zen­tra­len Lage mit über­durch­schnitt­lich gu­ter An­bin­dung, die mit ei­nem S-Bahn­hof an der Per­le­ber­ger Brü­cke noch ver­bes­sert wird, sowie der Nähe zu wis­sen­schaft­li­chen Ein­rich­tun­gen, Un­ter­neh­men (z.B. Na­tur­kun­de­mu­se­um, Cha­ri­té, Bay­er) und po­li­ti­schen Ent­schei­dungs­trä­gern“, re­sü­miert Mar­cus Bu­der von der Ber­li­ner Spar­kas­se, die zahl­rei­che Ob­jek­te vor Ort fi­nan­ziert. „Dies wirkt sich spür­bar auf das dor­ti­ge An­ge­bot an Bü­ros aus, das durch­schnitt­li­che Miet­ni­veau liegt im Spit­zen­be­reich der Stadt.“

Dies spie­gelt sich auch im Wealth­cap Scoring wi­der: Die Eu­ro­pa­ci­ty bringt es auf ei­nen fi­na­len Score von 3,33. Die Stär­ken die­ser Mi­kro­la­ge sind die ÖPNV-Ver­bin­dung, die Ent­wick­lungs­pipe­line sowie die be­leg­te Bü­ro­flä­che. Das be­reits jetzt ver­gleichs­wei­se hohe Miet­ni­veau sowie die de-fac­to-Voll­ver­mie­tung ver­rin­gern in­des aus In­ves­to­ren­sicht das wei­te­re Ent­wick­lungs­po­ten­zi­al die­ses Quar­tiers. „Die An­kaufs­ren­di­ten in der Eu­ro­pa­ci­ty sind ri­si­ko­ad­äquat ge­ring. So­mit ist die­se Bü­ro­la­ge des­halb vor al­lem für an ei­nem sta­bi­len Cash­flow ori­en­tier­te, lang­fris­ti­ge in­ves­tier­te und ri­si­ko­aver­se In­ves­to­ren ge­eig­net“, so Ju­li­an Schnur­rer, Lei­ter Pro­dukt­ma­nage­ment bei Wealth­cap.

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Future Of­fice - Bü­ro­la­gen mit Perspektive

In Zu­sam­men­ar­beit mit dem Me­tho­den- und Scor­ing­ex­per­ten Prof. Dr. Cars­ten Laus­berg von der Uni­ver­si­tät Nür­tin­gen-Geis­lin­gen und mit Un­ter­stüt­zung aus­ge­wie­se­ner Ex­per­ten für deut­sche Büro­immobilien ge­lang auf Ba­sis der Markt­zah­len von bul­wi­en­ge­sa das am wei­tes­ten ent­wi­ckel­te Wealth­cap Scoring. Es bil­det den Kern der vor­lie­gen­den Wealth­cap Stu­die „Future Of­fice –Bü­ro­la­gen mit Perspektive“ mit dem spe­zi­ell ent­wi­ckel­ten Wealth­cap Scoring.

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